Die Wissensbasis ist das, woraus dein KI-Mitarbeiter antwortet. Alles andere – Persönlichkeit, Werkzeuge, Schwellen – entscheidet nur, wie er antwortet. Ob er eine Frage beantworten kann, entscheidet sich hier. Deshalb gilt: Wer die Antwortqualität verbessern will, schreibt eine Seite, statt an Reglern zu drehen.
Du findest sie in der Hauptnavigation unter Wissen.
Veröffentlichen ist Beibringen. Ein Entwurf ist für die Bots unsichtbar. Erst mit Veröffentlichen kommt eine Seite in den Index – darunter steht dann, aus wie vielen Abschnitten sie dort besteht. Steht dort „nichts im Index", ist die Seite leer oder zu kurz.
Vier Wege, Wissen hineinzubekommen
Alles landet in einem Baum – geschriebene Seiten, hochgeladene Dateien und eingelesene Websites stehen nebeneinander und werden gemeinsam durchsucht.
1. Seite schreiben
Seite in der Werkzeugleiste über dem Baum. Der Editor speichert automatisch. Er kann alles, was eine Anleitung braucht: Überschriften, Listen, Tabellen, Bilder (einfach hineinziehen oder einfügen), farbige Hinweisboxen, nummerierte Schritt-für-Schritt-Blöcke, Links und Buttons. Mit Ordner baust du die Struktur, per Ziehen und Ablegen sortierst du um.
2. Datei hochladen
Upload in derselben Leiste, oder eine Datei vom Schreibtisch direkt auf einen Ordner ziehen. Unterstützt werden PDF, Markdown, Text und HTML. inbrix liest den Text heraus und zeigt dir anschließend genau das, was ankam – nicht das Original. Das ist Absicht: Die Frage ist nie „was steht im PDF", sondern „was konnten wir daraus lesen". Kommt bei einem gescannten PDF nichts Brauchbares an, siehst du das sofort. Ersetzt du die Datei später, liest du sie über Datei neu einlesen erneut ein.
3. Website einlesen
Website in der Werkzeugleiste, dann die Adresse eintragen. inbrix liest die Sitemap der Seite, hält sich an deren robots.txt und zeigt dir danach die vorhandenen Bereiche mit Seitenzahl. Du wählst aus, was die Bots kennen sollen – meist Dokumentation und FAQ, selten der Blog und nie das Impressum. Zwei Regler dazu:
- Höchstens X Seiten – die Obergrenze. Wählst du mehr Bereiche als erlaubt, sagt inbrix dir, wie viele abgeschnitten werden.
- Neu lesen alle X Stunden – wie oft nachgelesen wird. Ändert sich eure Website selten, reicht ein großer Wert.
Findet inbrix keine Sitemap, trage die Sitemap-URL direkt ein (typisch https://example.com/sitemap.xml).
4. Über die Schnittstelle
Wer Inhalte aus einem anderen System pflegt, kann Seiten auch über die API oder den MCP-Server anlegen und schreiben – nützlich, um eine bestehende Dokumentation automatisiert synchron zu halten.
Zwei Schalter je Seite: veröffentlicht und öffentlich
Sie werden oft verwechselt, tun aber Verschiedenes und sind voneinander unabhängig:
| Schalter | Bedeutung |
|---|---|
| Veröffentlichen (Hauptknopf oben rechts) | Bringt die Seite in den Index. Nur dann kennen die Bots sie. Betrifft ausschließlich den internen Gebrauch. Mit Zurückziehen wird sie wieder zum Entwurf, und die Bots vergessen sie. |
| Knowledge Base (Knopf daneben) | Nimmt die Seite und alle ihre Unterseiten in dein öffentliches Help-Center auf. Aus heißt: intern nutzbar, aber für niemanden von außen sichtbar. |
Daraus ergeben sich vier sinnvolle Zustände:
- Entwurf, nicht öffentlich – in Arbeit. Niemand sieht sie, die Bots auch nicht.
- Veröffentlicht, nicht öffentlich – internes Wissen: Eskalationswege, Innenansichten, Preisspielräume. Der Bot nutzt es, deine Kundschaft liest es nie.
- Veröffentlicht und öffentlich – der Normalfall für Anleitungen und FAQ. Einmal geschrieben, zweifach genutzt.
- Entwurf, aber öffentlich markiert – erscheint nirgends. Öffentlich wird eine Seite erst, wenn sie auch veröffentlicht ist.
Damit öffentliche Seiten wirklich erscheinen, muss das Help-Center des Workspace laufen: Einstellungen → Workspace → Portal & CI, dort Frontend aktiv und Knowledge Base veröffentlichen. Außerdem muss die Seite einem Workspace zugeordnet sein – Seiten mit dem Geltungsbereich „Gilt überall" stehen den Bots aller Workspaces zur Verfügung, erscheinen aber in keinem öffentlichen Help-Center.
Geltungsbereich
Oben rechts im Editor legst du fest, für wen eine Seite gilt: „Gilt überall" (jeder Workspace deiner Organisation) oder „Nur <Workspace>". Betreust du mehrere Marken oder Produkte in getrennten Workspaces, gehört produktspezifisches Wissen in den jeweiligen Workspace – sonst antwortet ein Bot mit den Inhalten des falschen Produkts.
Was eine gute Wissensseite ausmacht
Der Bot liest keine Seiten, er liest Abschnitte. Eine Seite wird an ihren Überschriften in Stücke geteilt, und zu einer Frage findet er einzelne Stücke. Daraus folgt fast alles:
- Eine Frage, eine Seite. „Lizenz übertragen" und „Rechnung stornieren" sind zwei Seiten, keine Sammelseite „Kaufmännisches".
- Sprechende Überschriften. „Fehler 502 nach dem Update" findet sich, „Sonstiges" nicht.
- Fehlermeldungen wörtlich hineinschreiben. Kundinnen kopieren sie so, wie sie im Bildschirm stehen – genau daran findet der Bot die Seite.
- Vollständige Sätze. Eine Stichpunktliste ohne Kontext ist aus dem Zusammenhang gerissen wertlos. Jeder Abschnitt sollte für sich verständlich sein.
- Aus Kundensicht schreiben. Öffentliche Seiten werden später genau so im Help-Center gelesen – dann muss niemand sie umschreiben.
- Veraltetes löschen statt liegenlassen. Eine falsche Seite ist schlimmer als keine: Der Bot glaubt ihr.
Womit du anfängst
Website einlesen. In fünf Minuten steht die Grundlage – Produktseiten, Dokumentation, FAQ.
Die zehn häufigsten Fragen aufschreiben. Ihr kennt sie auswendig. Zehn kurze, klare Seiten schlagen ein 80-seitiges Handbuch.
Vorhandene Dokumente hochladen. Handbücher, Leitfäden, Checklisten – prüfe kurz, ob der ausgelesene Text brauchbar ist.
Aus dem Alltag nachpflegen. Jedes Mal, wenn ihr einen Bot-Entwurf korrigieren müsst, fehlt eine Seite. Diese Korrektur ist die beste Vorlage dafür.
Wie es weitergeht
- KI-Mitarbeiter konfigurieren – wer dieses Wissen benutzt
- E-Mail-Kanal einrichten · Chat-Widget einbinden